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Das Ismaninger Wappen2019-11-27T10:14:18+01:00

Das Ismaninger Wappen

Der gekrönte Mohrenkopf

Der gekrönte Mohrenkopf, übernommen aus dem Freisinger Bischofswappen, ist das Zeichen Jahrhunderte langer Verbundenheit zwischen Ismaning und Freising. Bis zur Säkularisation 1802/03 gehörte die Grafschaft Ismaning – wie weitere Ländereien in Bayern, Österreich und Slowenien – zum Herrschaftsbereich des Hochstifts Freising. Zahlreiche Orte aus diesen Gebieten zeigen den gekrönten Mohren in ihrem Gemeindewappen.

Auch die Gemeinde Ismaning erhielt am 22. März 1929 vom Staatsministerium des Innern die Genehmigung, ein Wappen mit Mohrenkopf zu führen. Das Motiv wurde auf Anregung des Staatsarchivs von dem Münchner Heraldiker und Schriftkünstler Prof. Otto Hupp (1859-1949) entworfen.

Der obere Teil des Schildes zeigt einen rot gekleideten gekrönten Mohren, im unteren Teil finden sich drei nebeneinander stehende silberne Rauten (Wecken), die aus dem Familienwappen des Fürstbischofs Johann Franz von Eckher stammen, der um 1716 das Ismaninger Barockschloss errichten ließ.

„Mohren-König, dieses Wappen rühret von den Creutz-Zügen…“

Für das Motiv des gekrönten Mohren gibt es verschiedene Deutungsansätze. Eine mögliche Interpretation beruft sich auf das zwischen 1732 und 1750 in Leipzig erschienene Universal-Lexikon von Johann H. Zedler, in dem es heißt: „Mohren-König, dieses Wappen rühret von den Creutz-Zügen…“ (Bd. 21). Kriegsherren, die an einem Kreuzzug teilgenommen hatten, erhielten demzufolge das Privileg, einen Mohren im Wappen zu tragen. Dies würde auf den Bischof Otto von Freising zutreffen, der 1147-49 ins Heilige Land gezogen war. Nachweisbar ist der gekrönte Mohr als Bestandteil des Freisinger Bischofswappens seit 1286.

Bei dem Wappen handelt es sich um ein Hoheitszeichen der Gemeinde Ismaning, das von Dritten weder für private noch gewerbliche Zwecke verwendet werden darf.

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