Dauerausstellung

Die 2010 neu gestaltete Dauerausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte des Schlosses, das bis zur Säkularisation 1802/03 den Freisinger Fürstbischöfen als Jagd- und Sommerresidenz diente.

Das Ismaninger Schloss als fürstliche Residenz

Ausführlich widmet sich die Ausstellung dem 19. Jahrhundert: 1816 übernahmen der Stiefsohn Napoleons, Eugène de Beauharnais, und seine Gemahlin Auguste Amalie, Tochter des Bayerischen Königs Max I. Joseph, die Schlossanlage. Sie ließen die Gebäude durch Leo von Klenze und dessen Mitarbeiter Jean Baptiste Métivier – ab 1836 Hofarchitekt der Familie – klassizistisch umgestalten. Zeugnisse dieser Zeit sind die beiden (nicht frei zugänglichen) Prunkräume im Schloss, die bis heute unverändert erhalten geblieben sind.

Das Museum zeigt in vier Szenerien Teile des Schlossinterieurs und Kleidung der Leuchtenberg-Zeit. Die Familiengeschichte der Beauharnais-Leuchtenberg wird mit einer Portrait- und Miniaturen-Sammlung sowie mit privaten Erinnerungsstücken detailliert behandelt.

Modelle des alten Ismaninger Bahnhofs und der Papierfabrik

Ein weiterer Sammlungsschwerpunkt ist die Entwicklung der Gemeinde Ismaning nach 1900. Das fast 10 m2 große Modell des alten Ismaninger Bahnhofs und das Funktionsmodell einer Selbstabnahmemaschine der Ismaninger Papierfabrik dokumentieren die jüngere Geschichte des Ortes. Begleitend dazu finden die Besucher Informationen über Infrastruktur, Landwirtschaft und Gewerbe.

Ein eigener Kinderbereich und eine Museums-Rallye ermöglichen jungen Besuchern, das Museum selbstständig zu erkunden.

Termine für öffentliche Führungen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Veranstaltungskalender.

Darüber hinaus betreut das Schlossmuseum die (nicht frei zugänglichen) historischen Prunkräume im Ismaninger Schloss sowie die Ausstellung im alten Sägewerk des Kultur- und Bildungszentrums Seidl-Mühle. Auf Anfrage können für beide Örtlichkeiten Führungen organisiert werden.

Zu den besonderen Ausstellungsstücken zählen:

  • ein barocker Altaraufsatz (2. Hälfte 18. Jahrhundert) aus der 1904 abgerissenen Ismaninger Johanniskirche
  • die Portrait- und Miniaturensammlung zur Familie Beauharnais-Leuchtenberg
  • das Modell des alten Ismaninger Bahnhofs mit der Torfbahn
  • das Funktionsmodell einer Selbstabnahmemaschine der Ismaninger Papierfabrik